Freitag, 3. Oktober 2014

Exam-week und Finnischunterricht

Hallo aus dem inzwischen sehr herbstlichen Turku:)
Die letzten Tage waren sehr anstrengend, auch wenn ihr das wohl im ersten Moment nicht verstehen könnt. Es war nämlich unsere Exam-week. Die Woche in der wir alle Prüfungen haben und uns nur für maximal drei Stunden ins Schulgebäude begeben. Nur drei Stunden? Klingt doch gut, werdet ihr jetzt denken, aber es ist nicht gerade Freizeit. Alle sechs Wochen haben wir eine Woche, in der wir unsere Klassenarbeiten über das gelernte schreiben. Natürlich in Englisch. Für mich hieß das letzte Woche Mittwoch TOK-Präsentationsprüfung, am Donnerstag frei weil ich keine Finnischprüfung habe, am Freitag Psychologyprüfung. Dann ein Wochenende zum lernen. Am Montag war dann Englischprüfung, am Dienstag Matheprüfung und am Mittwoch Französischprüfung. Jeweils von 9 bis 12 Uhr hatten wir die Chance, unser Wissen preiszugeben und die Fragen der Lehrer (meist Lehrerinnen) schriftlich zu beantworten. Dabei hat die Schule besondere Vorgehensweisen. Alle Schüler und Schülerinnen sitzen gemeinsam im Auditorium (sowas wie ein Hörsaal). Dabei sind die Plätze durch Farben markiert (Pro Fach eine Farbe). Dabei sind alle Plätze wild durch gemischt und man sitzt nie neben der gleichen Farbe. Alle Taschen müssen unten auf dem Boden liegen und man darf nur Stifte, was zum Trinken und sowas wie Schokoriegel und Taschenrechner o.ä. mitnehmen. Wer mit dem Handy an seinem Platz erwischt wird, fällt automatisch durch. Klingt alles streng und so, macht aber echt Sinn. Gut ist, dass man Prüfungen wiederholen kann, wenn man seine Note verbessern kann. Aber wie sind die Prüfungen abgelaufen?
Um 9:00 beginnt der Prüfungstag und wir können in das Auditorium. wir suchen nach den Plätzen mit der Farbe unseres Prüfungsfaches. Unsere Taschen liegen alle auf dem Boden. Wenn alle sitzen, sagt der Lehrer das wir beginnen können. Ab da haben wir genau drei Stunden Zeit um die Aufgaben zu bearbeiten. Nach zwei Stunden haben die ersten Schüler die Chance zu gehen. Dabei gehen die Lehrer in Blöcken vor. Der Rest darf zu Ende schreiben. Um zwölf Uhr ist endgültig Abgabe.
Wie sind meine Prüfungen gelaufen wird wohl dann die nächste Frage sein.
Die TOK-Präsentation ist ganz gut gelaufen. Wir haben über die Auswirkungen von Putins Verhalten geredet und die Frage gestellt, in welchem Maß ein Individuum die Welt verändern kann.
In Psychologie habe ich ganze neun Seiten geschrieben. Auf Englisch. Nichts da mit Texten mit ca. 180 Wörtern. Aber damit komme ich inzwischen überhaupt nicht mehr zurecht. Da kriege ich nicht mal ansatzweise meine Informationen rein. Mal sehen wie die Anforderungen in Deutschland sind. Ich glaube ich hatte noch nie so viel geschrieben in Englisch.
Der Englischtest lief gut, und sogar in Mathe kam ich ganz gut zurecht. Meist war ich vor den zwei Stunden fertig, da ich doch eher an die 45 oder 90 Minuten in Deutschland gewöhnt bin. Französisch war alles andere als eine Herausforderung. Am Abend und in der Nacht davor habe ich Vokabeln fast gegessen, damit ich sie kann. Die Prüfung bestand aus fünf Seiten. Davon waren drei mit Ankreuz-Aufgaben und Einsetz-Aufgaben versehen, auf der letzten Seite standen Schreibaufgaben,. Leider stand da nicht, ob man alle drei oder nur eine Schreibaufgabe machen sollte. Also haben wir alle gemacht. Trotzdem war ich nach 40 Minuten fertig. Und dann? Ich hatte ja noch einen Haufen Zeit bis zum Ende übrig..... Kurze Zeit später hab ich gepennt. Ich habe tatsächlich während einer Klassenarbeit geschlafen. Kommt mir auch komisch vor, hat aber gut getan.
Insgesamt bin ich froh, dass ich die Woche hinter mir habe. Sie war anstrengend, aber interessant. Und in sechs Wochen kommt die nächste Exam-week. Mit neuen Fächern. Da mein Stundenplan sich geändert hat und ich jetzt Chemie und Physik anstelle von TOK und Psychologie habe.
 Auch habe ich jetzt Finnischunterricht. Die erste Stunde war heute, und ich habe 90% verstanden. Wir haben uns vorgestellt und ein bisschen was über uns erzählt. Das lief echt gut. Ich schreib mal hier rein, was ich gesagt habe.


Minä olen Monja. 
Minä olen kuusitoista vuotta vanha. 
Minä olen saksalainen.
Minä asun Turussa.
Minä puhuu saksaa, englantia ja ranskaa. 
Minun perheeseeni kuuluu isä, äiti ja minä. 
Minä harastan tanssia.

Wer wissen möchte, was das bedeutet, kann ja mal selber recherchieren.

Und nun, hyvää yötä (Gute Nacht)

Eure, Träumerin




2 Kommentare:

  1. Das Finnische könnte ich auch noch, aber danach wird es grenzwertig (wobei mein passiver Wortschatz um ein Vielfaches größer ist als der aktive). Deine Großcousine Salla ist übrigens mal während des essens eingeschlafen, davon, dass das auch bei einer Klausur passieren kann habe ich noch nicht gehört, verwondert mich in dieser Familie aber auch nicht wirklich.
    Schönes Wochenende,
    Dein Beuteopa

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    1. Hallöchen:) Das mit dem Einschlafen habe ich wohl dann aus der Familie. Bin ja auch schon im Matheunterricht eingeschlafen :D
      Übrigens sind die Plätze echt bequem...
      Dir auch ein schönes Wochenende.
      Deine Beuteenkelin

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Hallöchen:) schön, dass du den Beitrag kommentieren möchtest. Ich freue mich über jede Nachricht und bin gespannt, was du mir sagen möchtest .)