Sonntag, 15. März 2015

Winterferien Teil 1-die Anreise

Hallo
ich melde mich nach Krankheit und einigen hektischen Tagen/Wochen wieder zurück. Diesmal mit einem Bericht über die Winterferien. Ja, sowas hatte ich. Und ja, die liegen schon ein bisschen zurück.....So im Februar. Um genau zu sein: Genau einen Monat.

Am 15.2 ging meine Reise in den hohen Norden los. Mit dem Nachtzug über Tampere nach Kolari und von da aus mit dem Bus nach Levi. So sah der Plan aus. Doch schon der Beginn der Reise wurde interessant: Nach dem wir das gesamte Gepäck nach unten zur Bushaltestelle geschleppt hatten, fiel mir auf, dass ich meine Brille oben vergessen hatte! Der Bus sollte jedoch in 2 Minuten kommen. Nach einigem Überlegen habe ich dann doch die Beine in die Hand genommen, bin noch mal hoch in die Wohnung und habe meine Brille geholt. Der Bus war zu spät. Das war wohl meine Rettung. Als wir dann am Rautatieasema Turku (Turkuer Bahnhof) ankamen, wurde erst mal Cola gekauft. Ein bisschen Stärkung für die bervorstehenden Bahnfahrten.
Im ersten Zug dann das Problem: kein Platz für Koffer! Was nun? Einzige Möglichkeit: Draußen bei den Türen stehen lassen. Gesagt, getan. Schnell noch die Fahrkarten vorzeigen, und dann erst mal die nächsten zwei Stunden entspannen. Bei der Einfahrt in Tampere war noch alles gut. Dann die nächste Hürde: kaputte Rolltreppen. Und kein Fahrstuhl in Sicht. NA TOLL! Ich mit den Zwei Koffern, Mummi mit den beiden Paar Skiern stehen vor den Rolltreppen. Kurzer Hand entscheide ich, dass ich die Koffer eben runtertrage. Sooooo schwer kann da ja nicht sein. Schließlich kann Papa das auch.
Hätte ich ein bisschen nachgedacht, wäre mir eingefallen, dass Papa 1. größer ist und der Koffer ihm nicht bis zur Hüfte reicht, und 2. auch noch stärker ist. Trotzdem habe ich meinen Koffer die dazu noch höheren Rolltreppenstufen heruntergehieft und wollte gerade den zweiten holen, da sehe ich wie zwei Passanten ihn heruntertragen. Manchmal hilft fragen. In Tampere kamen wir gegen 23 Uhr an. Der nächste Zug würde bald kommen und wir saßen in der Halle und warteten. Als unser Zug kam, freute ich mich auf einen Fahrstuhl. Da war ja schließlich ein Schild. Aber nein! Natürlich musste der zu einem anderen Bahnsteig gehören. Mir wurde auch gar nichts gegönnt. Inzwischen schleppte ich beide Koffer, da Mummi über Rückenschmerzen klagte und meinte sie kann ihren nicht mehr ziehen. Kein Problem. Dann zieh ich eben beide, wenn sie meine Skier nimmt. Als wir dann jedenfalls vor dem Aufgang zu den Gleisen standen, rutschte mir mein Herz in die Hose. Steintreppen, und dann an der rechten Seite diese typischen Rampen, bestehend aus zwei Streifen. Sie passen für alles, aber nicht für deutsche Koffer, wie ich dann feststellen musste.
Ein Koffer ließ ich stehen, während ich den anderen mit Schwung und Anlauf hochzog. Sch***-Arbeit. Mit viel Kraft und einigen Flüchen waren dann beide Koffer oben angekommen und glücklicher Weise standen wir direkt neben unserem Wagon. Doch da kam der nächste Hammer. Die Türen! Jeder kennt diese alten Wagons aus Filmen, mit Metalltrittbrett und Türen die nach innen geöffnet werden und so. Ich dachte die gibts nicht mehr. Bis ich vor so einem Wagon in Tampere stand. Und mir bewusst wurde, dass ich die Koffer das rein kriegen muss. Irgendwie. Mummi konnte mir nicht wirklich helfen, und das wäre für ihren Rücken nicht gut gewesen. Also... Wie bekommt man einen Koffer,der breiter als man selber ist, durch eine Tür die definitv nicht breit genug ist?
Die Antwort: Mit viel Ziehen und Kraft. Noch einmal: Sch***-Arbeit. Ich hoffe, dass ihr das niemals machen müsst. 
Der Zug selber war schön und das Bordrestaurant auch. Unsere Kabine erinnerte mich an Schiffkabinen, nur das jene doch noch größer waren. Die Betten waren ganz okay. Das Klo war auf dem Gang, ich hatte einige Kämpfe mit der Schlüsselkarte und aufregend war sowieso alles....
In Kolari angekommen gab es erst mal Schnee. Alles war weiß und schön und....Sch****! Die Koffer rollen nicht auf Schnee! Also ziehen. Durch nächtliches Krafttanken war es dann nicht ganz so schlimm, aber schön ist was anderes.Der Bus brachte uns dann bis nach Levi, wo wir ins Apartement wollten.... Aber denkste. Wir kamen gegen 13:00 da an, aber die Zimmer gab es erst ab 16:00. Na toll. Also warten.... und schon mal die Skischule für mich buchen, dann was essen und so weiter. Unser Gepäck durften wir in der Zwischenzeit im Keller des Hauses lassen.
Aber mehr über das Chaos mit dem Apartment und andere Stories im nächsten Eintrag.
Liebe Grüße,
Eure Träumerin

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Hallöchen:) schön, dass du den Beitrag kommentieren möchtest. Ich freue mich über jede Nachricht und bin gespannt, was du mir sagen möchtest .)