Hallo
ich melde mich nach Krankheit und einigen hektischen Tagen/Wochen wieder zurück. Diesmal mit einem Bericht über die Winterferien. Ja, sowas hatte ich. Und ja, die liegen schon ein bisschen zurück.....So im Februar. Um genau zu sein: Genau einen Monat.
Am 15.2 ging meine Reise in den hohen Norden los. Mit dem Nachtzug über Tampere nach Kolari und von da aus mit dem Bus nach Levi. So sah der Plan aus. Doch schon der Beginn der Reise wurde interessant: Nach dem wir das gesamte Gepäck nach unten zur Bushaltestelle geschleppt hatten, fiel mir auf, dass ich meine Brille oben vergessen hatte! Der Bus sollte jedoch in 2 Minuten kommen. Nach einigem Überlegen habe ich dann doch die Beine in die Hand genommen, bin noch mal hoch in die Wohnung und habe meine Brille geholt. Der Bus war zu spät. Das war wohl meine Rettung. Als wir dann am Rautatieasema Turku (Turkuer Bahnhof) ankamen, wurde erst mal Cola gekauft. Ein bisschen Stärkung für die bervorstehenden Bahnfahrten.
Im ersten Zug dann das Problem: kein Platz für Koffer! Was nun? Einzige Möglichkeit: Draußen bei den Türen stehen lassen. Gesagt, getan. Schnell noch die Fahrkarten vorzeigen, und dann erst mal die nächsten zwei Stunden entspannen. Bei der Einfahrt in Tampere war noch alles gut. Dann die nächste Hürde: kaputte Rolltreppen. Und kein Fahrstuhl in Sicht. NA TOLL! Ich mit den Zwei Koffern, Mummi mit den beiden Paar Skiern stehen vor den Rolltreppen. Kurzer Hand entscheide ich, dass ich die Koffer eben runtertrage. Sooooo schwer kann da ja nicht sein. Schließlich kann Papa das auch.
Hätte ich ein bisschen nachgedacht, wäre mir eingefallen, dass Papa 1. größer ist und der Koffer ihm nicht bis zur Hüfte reicht, und 2. auch noch stärker ist. Trotzdem habe ich meinen Koffer die dazu noch höheren Rolltreppenstufen heruntergehieft und wollte gerade den zweiten holen, da sehe ich wie zwei Passanten ihn heruntertragen. Manchmal hilft fragen. In Tampere kamen wir gegen 23 Uhr an. Der nächste Zug würde bald kommen und wir saßen in der Halle und warteten. Als unser Zug kam, freute ich mich auf einen Fahrstuhl. Da war ja schließlich ein Schild. Aber nein! Natürlich musste der zu einem anderen Bahnsteig gehören. Mir wurde auch gar nichts gegönnt. Inzwischen schleppte ich beide Koffer, da Mummi über Rückenschmerzen klagte und meinte sie kann ihren nicht mehr ziehen. Kein Problem. Dann zieh ich eben beide, wenn sie meine Skier nimmt. Als wir dann jedenfalls vor dem Aufgang zu den Gleisen standen, rutschte mir mein Herz in die Hose. Steintreppen, und dann an der rechten Seite diese typischen Rampen, bestehend aus zwei Streifen. Sie passen für alles, aber nicht für deutsche Koffer, wie ich dann feststellen musste.
Ein Koffer ließ ich stehen, während ich den anderen mit Schwung und Anlauf hochzog. Sch***-Arbeit. Mit viel Kraft und einigen Flüchen waren dann beide Koffer oben angekommen und glücklicher Weise standen wir direkt neben unserem Wagon. Doch da kam der nächste Hammer. Die Türen! Jeder kennt diese alten Wagons aus Filmen, mit Metalltrittbrett und Türen die nach innen geöffnet werden und so. Ich dachte die gibts nicht mehr. Bis ich vor so einem Wagon in Tampere stand. Und mir bewusst wurde, dass ich die Koffer das rein kriegen muss. Irgendwie. Mummi konnte mir nicht wirklich helfen, und das wäre für ihren Rücken nicht gut gewesen. Also... Wie bekommt man einen Koffer,der breiter als man selber ist, durch eine Tür die definitv nicht breit genug ist?
Die Antwort: Mit viel Ziehen und Kraft. Noch einmal: Sch***-Arbeit. Ich hoffe, dass ihr das niemals machen müsst.
Der Zug selber war schön und das Bordrestaurant auch. Unsere Kabine erinnerte mich an Schiffkabinen, nur das jene doch noch größer waren. Die Betten waren ganz okay. Das Klo war auf dem Gang, ich hatte einige Kämpfe mit der Schlüsselkarte und aufregend war sowieso alles....
In Kolari angekommen gab es erst mal Schnee. Alles war weiß und schön und....Sch****! Die Koffer rollen nicht auf Schnee! Also ziehen. Durch nächtliches Krafttanken war es dann nicht ganz so schlimm, aber schön ist was anderes.Der Bus brachte uns dann bis nach Levi, wo wir ins Apartement wollten.... Aber denkste. Wir kamen gegen 13:00 da an, aber die Zimmer gab es erst ab 16:00. Na toll. Also warten.... und schon mal die Skischule für mich buchen, dann was essen und so weiter. Unser Gepäck durften wir in der Zwischenzeit im Keller des Hauses lassen.
Aber mehr über das Chaos mit dem Apartment und andere Stories im nächsten Eintrag.
Liebe Grüße,
Eure Träumerin
Sonntag, 15. März 2015
Samstag, 21. Februar 2015
Vanhojen tanssit 2015
Hei!
Abends
war dann der große Moment gekommen. Eltern, Schulleiter, Freunde und
Verwandte nahmen auf ihren Plätzen platz und das Event begann.
Einlaufen, Promenade, Waltzer und Tango. Alle Tänze liefen sehr gut. Wir
hatten einen wunderbaren und unvergesslichen Abend. Bilder lade ich wieder in dem Ordner hoch.
eins, zwei, drei ... eins, zwei, drei ... eins, zwei, drei ... Drehung des Mädchens ... und eins, zwei, drei....
Woran erinnert das? Genau! An Wiener Walzer. Und was hat dieser in meinem Blog zu suchen? Dieser Eintrag dreht sich um vanhojen tassit 2015, kurz wanha '15. Und was ist dieses wanha '15? Übersetzt heißt vanhojen tanssit soviel wie traditionelle Tänze. Es ist ein Schulfach für die 12. Klasse und beinhaltet das Lernen von 13 traditionellen und alten Tänzen. Am Ende der Semesterperiode gibt es einen Ball wo die Schüler/innen ihre gelernten Tänze sowie einen eigenen Tanz vorführen. Die Mädchen tragen weite, bunte und pompöse Kleider, die Haare sind gemacht und das Make-up ist perfekt auf das Kleid abgestimmt. Die Jungs tragen Smoking und geputzte Schuhe.
Normalerweise ist all dies den second graders (12. Klässler) vorbehalten, aber da ich Austausschülerin bin und meine Fächer selber auswählen konnte, konnte ich teilnehmen.
Im Dezember begannen die ersten Tanzstunden und es stellte sich schnell heraus, dass es gar nicht so einfach ist. Manche Tänze waren schnell von der Schrittfolge, andere hatten immer wiederkehrende Schrittte, bestehend aus Sprüngen und Drehungen. Einer der Tänze war besonders anstrengend. 16 Galoppschritte Danach 16 normale Schritte bis die Jungen innen einen Kreis bilden. Daraufhin beginnen sie mit einem Klatschspiel, während die Mädchen außen um sie herumhopsen. Dann alles von vorne und 3 Wiederholungen. Danach ist man echt fertig. Aber da gibt es ja noch 12 andere Tänze.
Die Vorbereitungen liefen gut, bis auf ein paar "auf-die-Füße-treten" Momente. Bei den Generalproben wurden die Wege und Abläufe abgesprochen, die Reihenfolge für das Einlaufen aufgeschrieben. Emi, mein Tanzspartner, und ich standen recht weit hinten auf der Liste.
Das Kleid für den großen Abend haben meine Eltern und ich schon im Dezember gekauft. Ein hell-blau-türkiser Traum mit Unterrock und allem. Am Rücken hat es einen Schnürverschluss und ist Trägerlos.
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| Emi und Ich |
Andere Mädchen hatten wunderschöne, pinke, orange, grüne, blaue, braune und goldene Kleider an. Emi und weiter Jungen haben einen Pinguinanzug getragen, während auch normale Anzüge getragen wurden. Mir persönlich gefallen die Pinguinanzüge am besten.
Der Tag des Balles war hektisch. Früh
aufstehen, Make-up machen und zur Schule. In der Schule war ABI-Feier.
Die Abschlussklassen haben eine Show auf die Beine gestellt, als
Verabschiedung von der Schule. Sie war aufgebaut wie ein Mario Game und
so mancher Lehrer wurde getriezt. Dance-battles, Mixturen aus
verschiedenen Zutaten die die Mitspieler trinken mussten. Das Highlight
war wohl die Show einiger Jungs, die so manches Mädchenherz höher
schlagen ließ. Sie haben eine Art harmlosen Striptease präsentiert.
Danach gab es noch Awards für Lehrer und Schüler und gegen 12:30 fuhren
sie in LKWs zum Marktplatz um zu feiern.
Für
mich ging es nach Hause um meine Haare zu machen. Eine Freundin meiner
Großmutter, Ritva, hat sich darum gekümmert. Schon zwei Wochen vorher
haben wir uns getroffen für einen ersten Versuch und Ideen für die
Frisur zu sammeln. An dem besagten Mittag wurde ich von der Schule
abgeholt und los ging es. Lockenwickler in die Haare, Hochstecken,
Haarklammern rein und los zum Messekeskus wo wir tanzen. Dort ins Klein
klettern und noch mal letzte Hand ans Make-up legen. Im Messukeskus
wurde dann noch ein letzte Mal geübt. Dann Pause. Schnell was essen;
aber bloß nicht das Kleid bekleckern!
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| Schnell mal eine Plastikfolie drüberstülpen und dann ran an die Tomatensuppe:) |
Am nächsten Morgen stand der nächste "Auftritt" an. Um 8:15 sollten wir uns in der Schule treffen. Was also tun mit den gemachten Haaren? GENAU: Zwei Haarnetze, eine Mütze, eine Verbandrolle zum fixieren der Mützen und ein Kleid zum drin schlafen. Das Ganze könnt ihr auch im Fotoordner betrachten. Am nächsten Morgen wurde dann die Bondage abgenommen und die Haare saßen.... so einiger Maßen jedenfalls. Schnell noch mit dem Glätteisen über offenen Haaren gehen, Make-up auflegen und ab zur Schule. In der Schule lief das Tanzen auch sehr gut, und danach wurden Fotos gemacht:
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| Meine Lieben und Ich |
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| Alle Tänzer |
Nach dem Tanzen in der Schule sind einige noch in einem Altersheim aufgetreten. Die Zuschauer haben sich sehr gefreut und es war eine Freude für sie zu tanzen.
Wanhat '15 war eine wundervolle, unglaubliche Erfahrung und ich hatte eine Menge Spaß. Auch wenn die Proben so manches Mal Anstrengend waren, der Ball war wundervoll. Ich hatte einen wundervollen Partner, der auf jede Veränderung beim Gehen, in der Körperhaltung oder in der Mimik eingegangen; sei es die Schrittlänge, eine kleine Verspannung oder ein verkniffenes Grinsen.
Ich würde es gerne noch einmal erleben und wünsche allen, dass sie auch einmal so einen Abend erleben....
Eure,
Träumerin
Samstag, 31. Januar 2015
Januar 2015
Hei ihr Lieben.
Inzwischen ist der Januar fast vorbei und ich habe so einiges erlebt. Ich hatte Geburtstag, der Manic Run hat in Turku stattgefunden und Schule ging wieder los.
Schule. Diese Periode ist nicht gerade einfach und daher gibt es viel zu tun und zu lernen. Außerdem bin ich jetzt im Schulmusical und Schulchor. Den ersten Auftritt hatten wir beim Tag der offenen Tür. Starman und ein finnisches Lied. Ich habe immer noch keine Ahnung was genau ich da mit Herzenslust geschmettert habe, aber es klang grandios. Acapella und Zweistimmig. Im Musical singen wir bekannte Musicallieder wie "Masquerade", "Summer nights" und "Fame!". Dazu schreiben wir unsere eigene Szenen. Natürlich auf Englisch. Das ist gar nicht mal so einfach manchmal. Generell läuft das mit dem Englisch sehr gut, nur meine Finnischkenntnisse hinken hinterher. Ich verstehe sehr viel aber das mit dem Sprechen ist noch so eine Sache.... Ich bin noch zu schüchtern dazu. Aber das kommt noch.... :)
Geburtstag.... Endlich 17. In Deutschland gibt es da nichts neues an Rechten oder Pflichten, und in Finnland erst recht nicht. Hier gibt es Alkohol (selbst Becks) erst ab 18 und in Bars oder sowas kommt man auch erst ab 18 oder 21. Das heißt man sucht sich irgendetwas anderes um zu feiern. Es gibt ja auch noch andere Sachen zu machen. Sowas wie Schwarzlichtbowling zum Beispiel. Also schnell eine Bowlingbahn suchen und buchen. Jetzt noch Freunde einladen und der gemeinsame Abend kann losgehen. Viele lustige Bilder sind entstanden und einige lade ich hoch. Das hier zum Beispiel:
Schon wieder ist ein Monat um, und mir bleiben nur noch 3 bis ich wieder nach Deutschland muss. Ich würde so gerne hier oben bleiben. Aber ich freue mich auch auf zu Hause. Mein riesen Bett und einen Kleiderschrank wo noch Klamotten reinpassen... Der Kleiderschrank hier ist nämlich voll. Und was weiß man von Mädchen? Sie haben weder genug Schuhe, noch Klamotten oder Taschen... :D
In dem Sinne,
eure Träumerin
Inzwischen ist der Januar fast vorbei und ich habe so einiges erlebt. Ich hatte Geburtstag, der Manic Run hat in Turku stattgefunden und Schule ging wieder los.
Schule. Diese Periode ist nicht gerade einfach und daher gibt es viel zu tun und zu lernen. Außerdem bin ich jetzt im Schulmusical und Schulchor. Den ersten Auftritt hatten wir beim Tag der offenen Tür. Starman und ein finnisches Lied. Ich habe immer noch keine Ahnung was genau ich da mit Herzenslust geschmettert habe, aber es klang grandios. Acapella und Zweistimmig. Im Musical singen wir bekannte Musicallieder wie "Masquerade", "Summer nights" und "Fame!". Dazu schreiben wir unsere eigene Szenen. Natürlich auf Englisch. Das ist gar nicht mal so einfach manchmal. Generell läuft das mit dem Englisch sehr gut, nur meine Finnischkenntnisse hinken hinterher. Ich verstehe sehr viel aber das mit dem Sprechen ist noch so eine Sache.... Ich bin noch zu schüchtern dazu. Aber das kommt noch.... :)
Geburtstag.... Endlich 17. In Deutschland gibt es da nichts neues an Rechten oder Pflichten, und in Finnland erst recht nicht. Hier gibt es Alkohol (selbst Becks) erst ab 18 und in Bars oder sowas kommt man auch erst ab 18 oder 21. Das heißt man sucht sich irgendetwas anderes um zu feiern. Es gibt ja auch noch andere Sachen zu machen. Sowas wie Schwarzlichtbowling zum Beispiel. Also schnell eine Bowlingbahn suchen und buchen. Jetzt noch Freunde einladen und der gemeinsame Abend kann losgehen. Viele lustige Bilder sind entstanden und einige lade ich hoch. Das hier zum Beispiel:
Weitere lade ich in den Fotoordner, den ihr oben links neben diesem Eintrag findet. Das Spielen hat viel Spaß gemacht und gequatscht haben wir auch ne Menge. Danach ging es in die Innenstadt zum Essen bei Hessburger und Subway. Ein wunderbarer Abend mit wunderbaren Menschen.
Am nächsten Tag stand dann der Manic Run vor der Tür. Das ist ein Lauf mit Hindernissen, Diskolicht, Dance warm up und cool down, T-shirt, Armband und eine Menge Spaß. Emilia, Katariina, Karoliina und ich haben uns gemeinsam angemeldet und sind hin. Das Warm up hat ein junger Typ gemacht der gut gelaunt und sehr gut im motivieren war. Danach ging das Laufen los. Für jede Runde die man schafft, bekommt man ein Band und am Ende werden alle zusammengezählt und gegen ein Band eingetauscht auf dem die geschafften Runden stehen. Meine Freunde und ich haben fünf Runden geschafft und ein grünes Band bekommen. Pro Runde musste man mehrere Hindernisse wie Holzbarrieren, gespannte Seile und ähnliche Gebilde wie Hüpfburgen (aber die wo man hochklettern und runterrutschen kann), und längere Laufstrecken. Insgesamt hat es seeeeehr viel Spaß gemacht und gerne wieder wenn es das mal in Deutschland geben sollte. Für die, die mehr erfahren sollen hier die Internetseite:http://www.manicrun.com/. Ist zwar in finnisch, aber das Video ganz oben zeigt ganz gute Einblicke. Außerdem könnt ihr das auch auf Facebook finden, wo demnächsten auch Fotos aus Turku zu sehen sein sollen.Schon wieder ist ein Monat um, und mir bleiben nur noch 3 bis ich wieder nach Deutschland muss. Ich würde so gerne hier oben bleiben. Aber ich freue mich auch auf zu Hause. Mein riesen Bett und einen Kleiderschrank wo noch Klamotten reinpassen... Der Kleiderschrank hier ist nämlich voll. Und was weiß man von Mädchen? Sie haben weder genug Schuhe, noch Klamotten oder Taschen... :D
In dem Sinne,
eure Träumerin
Mittwoch, 21. Januar 2015
Weihnachten und Neujahr
Sooo mit O...
Hier kommt die Fortsetzung vom letzten Eintrag. Der wäre sonst entschieden zu lang geworden. Hier geht es um Weihnachten, Neujahr, Schnee, Kälte ein rutschendes Auto und Familienabende.
Kurz vor Weihnachten haben sich meine Eltern und mein Beuteopa auf eine lange Reise (ca. 12 Stunden) gemacht. Von Hamburg nach Bremen, von Bremen nach Tampere und dann von Tampere nach Turku. Meine Mama mag fliegen nicht, mein Papa hatte Platzprobleme und beim ausprobieren der Schutzhaltung (also nach vorne gebeugt sitzen) harperte es dann bei meinem Beuteopa Thomas. Tja. Ryanair hat eben nur kleine Flugzeuge. Im Zug ging wohl aber alles gut. In der Zeit sind Mummi und ich aufgestanden, haben ein paar Vorkehrungen und Vorbereitungen getroffen/gemacht und uns dann auf den Weg zum Bahnhof gemacht. Bei gefühlten Minusgraden standen wir auf dem Bahnsteig, sehnsüchtig in die Ferne guckend, mit Weihnachtsmützen auf dem Kopf und lauschten der Stille. Als uns eine Durchsage aufhorchen ließ: "Auf Grund einer unter den Zug gekommenden Person wird sich der Zug aus Helsinki um ca. 2 1/2 Stunden verspäten. Ich wiederhole. Auf Grund einer unter den Zug gekommenen Person verspätet sich der Zug aus Helsinki." Ok. 1. Gedanke: Shit. Person unter Zug. 2. Gedanke: Kommen meine Eltern trotzdem pünktlich an? es ging ja aber nur um den Zug aus Helsinki. Also wird er wohl pünktlich sein. Tatsächlich kam der Zug pünktlich und eine große Knuddelaktion startete. Papa um den Hals fallen, Mama umarmen, Thomas knuddeln und noch mal Papa und Mama knuddeln. Dann alles im Auto verstauen und ab nach Hause. Später sollte es ja noch nach Korppoo ins Ferienhaus gehen. Das Ferienhaus war groß, hell und wir haben uns auf Anhieb wohl gefühlt. Nach einigen ruhigen Tagen mit langen Spaziergängen, um die 4,4 km, durch verschneite Wälder und an der zugefrorenen Ostsee lang stand Weihnachten vor der Tür. Unglaublich wie schnell die Zeit vergeht, wenn es dauernd dunkel ist. Morgens wenn man aufsteht ist es hell, beim Kaffeetrinken wird es schon wieder dunkel. So ein Mist. Lange ausgeschlafen habe ich trotzdem. Mehr als reichlich. An Weihnachten hab ich auch recht lang geschlafen, und nachdem der die Geschenke unterm Baum lagen vergingen die Stunden noch langsamer. Endlich war es Abend und es wurden Geschenke ausgepackt. Es gab einige schöne Überraschungen und Tränchen sind auch geflossen. Ein wunderbares Buch mit Fotos von meiner Abschiedsfeier, ein lustiges Badspiel (wer aufm Klo sitzt kann angeln) und noch mehr Bücher. Wer will mehr?
Das Essen war auch mega lecker. Wir hatten eine Mischung aus finnischen Traditionen wie Kartoffelpüree, Steckrübenpüree und deutschem Essen wie Braten, Kartoffelsalat und Wiener Würstchen. Hmmmmm... Abends wurde dann noch gequatscht, gelesen, Fifa gespielt und entspannt.
Ähnlich war dann auch Neujahr. Entspannt. Nur haben wir zweimal gefeiert. Einmal um 00:00 UTC +1 für Deutschland und einmal um 00:00 UTC +2 für Finnland. Schon komisch. Eigentlich merkwürdig zweimal anzustoßen und so. Vorallem die große Frage: Wann schicke ich die Neujahrsgrüße an Verwandte und Freunde? Verschicke ich sie zum deutschen Neujahr oder schon zum finnischen? Einfache Lösung: Ich verschicke sie zweimal. Und promt kommt zweifache Antwort. Geht doch. Und schon steht 2015 vor der Tür. Ohne Feuerwerk und ohne Böller. Weit entfernt hört man mal eine kleine Rakete, aber sonst.... Trotzdem war es ein schöner Abend.
Als wir dann wieder nach Turku kamen, standen neue Aufgaben auf der To-Do-Liste: Ein Kleid.
Ein Ballkleid muss her. Schließlich steht im Februar eine große Tanzveranstaltung an. Und wie soll das Kleid aussehen? Das erste Wort das mir einfiel war Prinzessin. Also ein großer Reifrock und ohne Träger. Und Glitzer und Pallietten und Korsett und so. Also ein Märchentraum aus einem Mädchentraum. Natürlich wird das nicht billig, aber man es ja auch leihen. Stand zumindest auf der Internetseite des Ladens. Also im Schnee-Regen-Hagel-Wasser-vom-Himmel-Fall-Wettermix vom Einkaufen und Essen mit Verwandten zum Kleiderladen und auf in die Umkleide. Nach drei Kleidern kam ein Hellblau-Türkiser Traum. Mit großem Reifrock, Tüll, Glitzer und Pallietten. Und ohne Träger. Und es passte. Also schnell nach dem Preis geguckt und .... Stopp. Das Ding ist mega teuer. Aber es gibt ja noch die Möglichkeit es zu leihen. Denkste. Leihen wäre teurer als kaufen. Daraufhin entschied Papa wir verhandeln noch mal und dann gucken wir mal. Am Ende war das Kleid gekauft, ich muss für Sommer 2015 einen Minijob finden um meinen Teil dazuzusteuern...ABER ich hab das Kleid.
Noch am folgenden Wochenende sind meine Eltern wieder nach Hause gefahren und geflogen und später auch noch krank geworden. Wahrscheinlich irgendwo auf dem Weg angesteckt.
Der Januar fing an und damit auch die Schule. So ein Mist. Die nächste Prüfungswoche kommt auch demnächst wieder auf mich zu. Aber zu all dem im nächsten Bericht mehr.
Bis dahin,
eure Träumerin
Hier kommt die Fortsetzung vom letzten Eintrag. Der wäre sonst entschieden zu lang geworden. Hier geht es um Weihnachten, Neujahr, Schnee, Kälte ein rutschendes Auto und Familienabende.
Kurz vor Weihnachten haben sich meine Eltern und mein Beuteopa auf eine lange Reise (ca. 12 Stunden) gemacht. Von Hamburg nach Bremen, von Bremen nach Tampere und dann von Tampere nach Turku. Meine Mama mag fliegen nicht, mein Papa hatte Platzprobleme und beim ausprobieren der Schutzhaltung (also nach vorne gebeugt sitzen) harperte es dann bei meinem Beuteopa Thomas. Tja. Ryanair hat eben nur kleine Flugzeuge. Im Zug ging wohl aber alles gut. In der Zeit sind Mummi und ich aufgestanden, haben ein paar Vorkehrungen und Vorbereitungen getroffen/gemacht und uns dann auf den Weg zum Bahnhof gemacht. Bei gefühlten Minusgraden standen wir auf dem Bahnsteig, sehnsüchtig in die Ferne guckend, mit Weihnachtsmützen auf dem Kopf und lauschten der Stille. Als uns eine Durchsage aufhorchen ließ: "Auf Grund einer unter den Zug gekommenden Person wird sich der Zug aus Helsinki um ca. 2 1/2 Stunden verspäten. Ich wiederhole. Auf Grund einer unter den Zug gekommenen Person verspätet sich der Zug aus Helsinki." Ok. 1. Gedanke: Shit. Person unter Zug. 2. Gedanke: Kommen meine Eltern trotzdem pünktlich an? es ging ja aber nur um den Zug aus Helsinki. Also wird er wohl pünktlich sein. Tatsächlich kam der Zug pünktlich und eine große Knuddelaktion startete. Papa um den Hals fallen, Mama umarmen, Thomas knuddeln und noch mal Papa und Mama knuddeln. Dann alles im Auto verstauen und ab nach Hause. Später sollte es ja noch nach Korppoo ins Ferienhaus gehen. Das Ferienhaus war groß, hell und wir haben uns auf Anhieb wohl gefühlt. Nach einigen ruhigen Tagen mit langen Spaziergängen, um die 4,4 km, durch verschneite Wälder und an der zugefrorenen Ostsee lang stand Weihnachten vor der Tür. Unglaublich wie schnell die Zeit vergeht, wenn es dauernd dunkel ist. Morgens wenn man aufsteht ist es hell, beim Kaffeetrinken wird es schon wieder dunkel. So ein Mist. Lange ausgeschlafen habe ich trotzdem. Mehr als reichlich. An Weihnachten hab ich auch recht lang geschlafen, und nachdem der die Geschenke unterm Baum lagen vergingen die Stunden noch langsamer. Endlich war es Abend und es wurden Geschenke ausgepackt. Es gab einige schöne Überraschungen und Tränchen sind auch geflossen. Ein wunderbares Buch mit Fotos von meiner Abschiedsfeier, ein lustiges Badspiel (wer aufm Klo sitzt kann angeln) und noch mehr Bücher. Wer will mehr?
Das Essen war auch mega lecker. Wir hatten eine Mischung aus finnischen Traditionen wie Kartoffelpüree, Steckrübenpüree und deutschem Essen wie Braten, Kartoffelsalat und Wiener Würstchen. Hmmmmm... Abends wurde dann noch gequatscht, gelesen, Fifa gespielt und entspannt.
Ähnlich war dann auch Neujahr. Entspannt. Nur haben wir zweimal gefeiert. Einmal um 00:00 UTC +1 für Deutschland und einmal um 00:00 UTC +2 für Finnland. Schon komisch. Eigentlich merkwürdig zweimal anzustoßen und so. Vorallem die große Frage: Wann schicke ich die Neujahrsgrüße an Verwandte und Freunde? Verschicke ich sie zum deutschen Neujahr oder schon zum finnischen? Einfache Lösung: Ich verschicke sie zweimal. Und promt kommt zweifache Antwort. Geht doch. Und schon steht 2015 vor der Tür. Ohne Feuerwerk und ohne Böller. Weit entfernt hört man mal eine kleine Rakete, aber sonst.... Trotzdem war es ein schöner Abend.
Als wir dann wieder nach Turku kamen, standen neue Aufgaben auf der To-Do-Liste: Ein Kleid.
Ein Ballkleid muss her. Schließlich steht im Februar eine große Tanzveranstaltung an. Und wie soll das Kleid aussehen? Das erste Wort das mir einfiel war Prinzessin. Also ein großer Reifrock und ohne Träger. Und Glitzer und Pallietten und Korsett und so. Also ein Märchentraum aus einem Mädchentraum. Natürlich wird das nicht billig, aber man es ja auch leihen. Stand zumindest auf der Internetseite des Ladens. Also im Schnee-Regen-Hagel-Wasser-vom-Himmel-Fall-Wettermix vom Einkaufen und Essen mit Verwandten zum Kleiderladen und auf in die Umkleide. Nach drei Kleidern kam ein Hellblau-Türkiser Traum. Mit großem Reifrock, Tüll, Glitzer und Pallietten. Und ohne Träger. Und es passte. Also schnell nach dem Preis geguckt und .... Stopp. Das Ding ist mega teuer. Aber es gibt ja noch die Möglichkeit es zu leihen. Denkste. Leihen wäre teurer als kaufen. Daraufhin entschied Papa wir verhandeln noch mal und dann gucken wir mal. Am Ende war das Kleid gekauft, ich muss für Sommer 2015 einen Minijob finden um meinen Teil dazuzusteuern...ABER ich hab das Kleid.
Noch am folgenden Wochenende sind meine Eltern wieder nach Hause gefahren und geflogen und später auch noch krank geworden. Wahrscheinlich irgendwo auf dem Weg angesteckt.
Der Januar fing an und damit auch die Schule. So ein Mist. Die nächste Prüfungswoche kommt auch demnächst wieder auf mich zu. Aber zu all dem im nächsten Bericht mehr.
Bis dahin,
eure Träumerin
Montag, 12. Januar 2015
Dezember in Turku
Moikka
Nun ist auch bei mir der erste Alltag von 2015 eingekehrt und es kehrt Ruhe ein im Hause Haj/Breyer. Und endlich habe ich auch mal wieder Zeit auf diesen Blog zu schreiben. Schrecklich, dass schon so viel Zeit vergangen ist seit dem letzten Post. Der Dezember war ein Trubelmonat. Da eine Aufführung, da eine Weihnachstfeier, hier ein Test, und so weiter. Und da ware ja auch noch die Weihnachtsgeschenke! Wer bekommt was? Wie bekomme ich meine Geschenke nach Deutschland... Zum Glück gibt es ja die Post oder aber auch Eltern. Aber dazu später mehr. Ich fange mal beim Anfang Dezember an. Beziehungweise am 13.12. An diesem kalten Samstag hatte ich meine erste Aufführung mit meiner Ballettklasse. Ich bin es gewöhnt an zwei Tagen aufzutreten, aber an einem Tag gleich drei Mal war mir neu. Aufgetreten sind wir im Manilla. Ein Haus mit mehreren Theatern und Cafés. Man fühlt sich auf Anhieb wohl. Unsere Bühne war nicht gerade klein, aber auch nicht riesig. Der ganze Raum war schwarz und wir Tänzer wurden mit weissem, blauen und gelben Licht beleuchtet. Zuerst sind die Jüngeren aufgetreten. Mit Wichteltänzen, Schneeflocken und einigen echt guten Variationen. Danach sind wir aufgetreten. Unsere Kostüme haben wir selbst genäht und lange geübt haben wir auch. Wir sind einmal um 15:00, 17:00 und 19:00 aufgetreten. Dazwischen ungefähr eine Stunde Pause. Nach der Aufführung haben wir haufenweise Lob bekommen.Wer das Video sehen möchte einfach kommentieren:)
Nun ist auch bei mir der erste Alltag von 2015 eingekehrt und es kehrt Ruhe ein im Hause Haj/Breyer. Und endlich habe ich auch mal wieder Zeit auf diesen Blog zu schreiben. Schrecklich, dass schon so viel Zeit vergangen ist seit dem letzten Post. Der Dezember war ein Trubelmonat. Da eine Aufführung, da eine Weihnachstfeier, hier ein Test, und so weiter. Und da ware ja auch noch die Weihnachtsgeschenke! Wer bekommt was? Wie bekomme ich meine Geschenke nach Deutschland... Zum Glück gibt es ja die Post oder aber auch Eltern. Aber dazu später mehr. Ich fange mal beim Anfang Dezember an. Beziehungweise am 13.12. An diesem kalten Samstag hatte ich meine erste Aufführung mit meiner Ballettklasse. Ich bin es gewöhnt an zwei Tagen aufzutreten, aber an einem Tag gleich drei Mal war mir neu. Aufgetreten sind wir im Manilla. Ein Haus mit mehreren Theatern und Cafés. Man fühlt sich auf Anhieb wohl. Unsere Bühne war nicht gerade klein, aber auch nicht riesig. Der ganze Raum war schwarz und wir Tänzer wurden mit weissem, blauen und gelben Licht beleuchtet. Zuerst sind die Jüngeren aufgetreten. Mit Wichteltänzen, Schneeflocken und einigen echt guten Variationen. Danach sind wir aufgetreten. Unsere Kostüme haben wir selbst genäht und lange geübt haben wir auch. Wir sind einmal um 15:00, 17:00 und 19:00 aufgetreten. Dazwischen ungefähr eine Stunde Pause. Nach der Aufführung haben wir haufenweise Lob bekommen.Wer das Video sehen möchte einfach kommentieren:)
An den folgenden Tagen ist nicht viel passiert. Ausser Geschenke einkaufen, in Mathe nur Bahnhof verstehen und weiteres Balletttraining. Kruz vor Weihnachten haben sich dann meine Eltern angekündigt. Zusammen wollten wir Weihnachten feiern und ins neue Jahr starten. Aber dazu mehr im nächsten Eintrag.
Bis dahin,
Eure Träumerin
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